Weiter in Richtung Süden

Nach unserer Übernachtung in Dong Hoi, bei der wir uns wieder einigermaßen aufwärmen konnten, steuern wir heute unser nächstes Ziel an, die ehemalige Kaiserstadt Hue.

Auf dem Weg liegen einige „Sehenswürdigkeiten“ aus dem Vietnam Krieg (1969 bis 1975). Wir stoppen in Vinh-Moc. Hier hat sich, nahe der Grenzen zwischen Nord- und Südvietnam, ein ganzes Dorf „eingegraben“, um vor dem Bombenhagel der US Streitkräfte Schutz zu finden.

Ohne Worte
Abgang in das kilometerlange, von Hand gegrabene Tunnelsystem
Wohnfläche für eine ganze Familie
Schützengräben

Ein kleines Stück weiter in Richtung Süden liegt am 17. nördlichen Breitengrad der Ben-Hai Fluss, die ehemalige Grenze zwischen dem kommunistischen Nord-, und dem von den USA unterstützten Südvietnam. Ca. 100 m Wasser trennten hier einst 2 Welten. Über diesen Fluss führt die berühmte Hien-Luong Brücke, eine der wenigen Verbindungen zwischen diesen Welten. Einst zerstört, wurde sie wieder rekonstruiert und für Fußgänger geöffnet.

Die alte Hien-Luong Brücke

Der ironischerweise ursprünglich„demilitarised zone“ genannte, 10 km Breite Streifen entlang des Flusslaufes war eines des am heftigsten umkämpften Gebiete In Vietnam.

Noch heute ist der Vietnamkrieg hier sehr präsent, erst jetzt verschwinden langsam die Narben, die er hinterlassen hat.

Geschätzte 3 bis 5 Millionen tote Vietnamesen, circa 75.000 tote ausländische Soldaten, davon 58.000 US Amerikaner, eine unvorstellbare Zahl an körperlich und seelisch verwundeten Menschen und ein verwüstetes Land sind der Preis, der hier gezahlt wurde, im Endeffekt für null Gegenwert. Ein erschütterndes Exempel für die völlige Sinnlosigkeit von Kriegen.

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